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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)


Ausgangslage und Entstehung

Über den Jahrtausendwechsel hat sich die Betriebliche Gesundheitsförderung mit dem Total Quality Management Ansatz und der Wiederentdeckung des Humanismus zu einem systematischen Betrieblichen Gesundheitsmanagement weiterentwickelt. Gesunde Mitarbeitende leisten auch in einer industrialisierten Welt einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolgt.

Gesundheitsförderung im Setting Betrieb

Sämtliche gemeinsamen Massnahmen der Gesellschaft von Arbeitgebern und -nehmern zur Verbesserung der Krankheitsvorbeugung einschliesslich Arbeits- und Berufskrankheiten, Arbeitsunfällen und Stress, der Stärkung von Gesundheitspotenzialen und Wohlbefinden am Arbeitsplatz fallen unter die BGF. Folgende Ansätze lassen sich für Betriebe und Unternehmen ableiten:

  • Verbesserung der Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen
  • Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung (Partizipation)
  • Stärkung persönlicher Kompetenzen (Empowerment)

Die individuelle Verhaltensprävention (Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Substanzkonsum etc.), Disziplinierung der Anwesenheit im Betrieb und Sanktionierung von Abwesenheiten gehören nicht in den Bereich der BGF, obschon viele Experten dieser Fehlannahme unterliegen.

Fundamente von BGM

Wesentliche drei Pfeiler eines aktuellen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) stellen das Absenzen und Case Management, die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz sowie die Gesundheitsförderung und Arbeitsgestaltung im betrieblichen Setting dar:

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Best Practice

Das Europäische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENBGF, engl. ENWHP) wurde 1996 von der Europäische Kommission gegründet. Neue Standards wurden geschaffen und, in Anlehnung an EFQM, Modelle guter Praxis entwickelt:

Unternehmenspolitik

  • Integration in die betriebliche Unternehmenspolitik
  • Strategische Bedeutung und Formalisierung (z.B. im Leitbild)
  • Einbezug der Führungskräfte (und Mitarbeiter/innen)
  • Zeitliche, finanzielle und räumliche Ressourcenbereitstellung

Personalwesen und Arbeitsorganisation

  • Gestaltung der Arbeitsaufgaben und -organisation, getragen durch das Produktions- und Personalmanagement
  • Schaffung systematischer Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende durch eine qualifikationsförderliche Arbeitsgestaltung und gezielte Personalentwicklung

BGM-Planung  und Umsetzung

  • Ein klares Konzept, das fortlaufend überprüft und kommuniziert wird
  • Konkretisierung und sorgfältige Umsetzung der Massnahmen (gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung und Förderung gesundheitsgerechter Verhaltensweisen)
  • Durchführung regelmässiger IST-Analysen
  • Kommunikationskonzept

Soziale Verantwortung

  • Verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen (vgl. Umweltmanagement)
  • Unterstützung gesundheitsbezogener, sozialer, kultureller und fürsorglicher Initiativen

Evaluation

  • Überprüfung der Wirksamkeit von Interventionen

Aktuelle Situation Schweiz

Nebst Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist für einige Unternehmen das Thema der Betrieblichen Gesundheitsförderung fremd. Etwa 2/3 der Unternehmen führen einzelne Massnahmen zur Gesundheitsförderung durch und 1/5 der Unternehmen verfügen über ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement. Insgesamt zeigt sich, dass grössere Unternehmen über einen höheren Entwicklungsstand verfügen, dass ein Nordsüd-Gefälle besteht und die Unterschiede nach Wirtschafssektoren gering ausfallen.

Konklusion

Die Verbreitung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement hält sich in der Schweiz, aber auch in der DACH-Region in Grenzen und als Konklusion kann festgehalten werden, dass sich hier ein grosses Wettbewerbspotenzial (u.a. zur Wettbewerbs- und Arbeitgeberposition) für Unternehmen verbirgt. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement

vermehrt auch strategisch Bedeutung zukommen wird.


Unsere Beratung unterstützt das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit den Methoden und Angeboten Friendly Work Space und ist akkreditiert von: